Freitag, 23. Februar 2018
Notruf: 112

Alarmierung

Da es sich bei der Feuerwehr Weiskirchen um eine freiwillige Wehr handelt, ist das Feuerwehrgerätehaus nicht permanent besetzt, die Kameraden müssen im Falle eines Alarms auf einem anderen Weg informiert werden. Daher besitzt jeder aktive Helfer einen sogenannten digitalen Funkmeldeempfänger, auch Piepser genannt, den er fast immer mit sich führt. Bei einem Alarm ertönt ein lauter Weckton. Zusätzlich wird ein Text vom Disponenten der Integrierten Leitstelle des Saarlandes als Mitteilung auf einem Display angezeigt. So können schon bei der Alarmierung Informationen wie ein Alarmstichwort und Einsatzort übertragen werden. Bei Bedarf, z.B. bei größeren oder personalintensiven Einsätzen wird zusätzlich die Dorfsirene ausgelöst. Durch dieses akustische Signal wissen auch diejenigen die ihren Meldeempfänger nicht dabeihaben, dass ein Alarmfall vorliegt. Dadurch können auch sie sich schnellstmöglich auf den Weg zum Feuerwehrgerätehaus machen.   

Die zuständige Leitstelle für die Feuerwehren der 5 saarländischen Landkreise St. Wendel, Neunkirchen, Merzig-Wadern, Saarlouis sowie dem Saar-Pfalz-Kreis ist seit Ende 2014 die Rettungsleitstelle (RLS) des Saarlandes (Integrierte Leitstelle Saar, ILS, Betriebsstandort Winterberg). Betreiber dieser Alarmzentrale, die weiterhin für die gesamte saarländische Rettungsdienst- und Krankentransportkoordination zuständig ist, ist der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Saar. Dieser wiederum ist ein gemeinsamer Zweckverband aller saarländischen Landkreise und des Regionalverband Saarbrücken.

 

Ablauf Alarmierung: 

Nachdem ein Notruf über die einheitliche Notrufnummer 112 bei der Rettungsleitstelle eingeht, gibt der Disponent die ihm vorliegenden Informationen in einen Einsatzleitrechner ein. Im Gespräch mit dem Hilfeersuchenden, muss er die ihm zukommenden und oft ungenauen Informationen möglichst genau zusammenfassen und einordnen. Insbesondere Ortsangaben und ob Personen in Gefahr sind, ist für den Mitarbeiter wichtig, um den Schadensfall möglichst präzise zu kategorisieren und dem passenden Alarmstichwort zuzuordnen, sodass ausreichende und die richtigen Einheiten alarmiert werden. Dies geschieht computergestützt über ein landesweites digitales Alarmnetz im Oberband eins 2m Funkkanal. Parallel zu dieser digitalen Alarmierung werden an die betreffenden Löschbezirke auch Alarmfaxe geschickt, die auf einem in der Einsatzzentrale aufgestellten Faxgerät ausgegeben werden. Damit kann der erst eintreffende Dienstgrad schon während der Anfahrt auf vorliegende Einsatzdetails zurückgreifen und sich so ein erstes Bild der Lage machen.

In der sogenannten „Alarm- und Ausrückeordnung" (AAO) der Feuerwehr der Gemeinde Weiskirchen ist festgelegt, welche Löschbezirke zu einem Einsatz, welcher durch ein Alarmstichwortsowie Alarmstufe beschrieben wird alarmiert werden. Die AAO gibt eine gewisse Grundversorgung mit Einsatzkräften und Material vor, um zu gewährleisten, dass verschiedene Einsatzlagen abgearbeitet werden können, da beispielsweise die Bekämpfung eines Wohnhausbrandes nicht mit der Mannschaft und Ausrüstung nur eines kleinen Löschbezirks geleistet werden kann. So wird vor allem eine Zeit eingespart, die bei einem Nachalarmieren von Kräften verloren ginge.

Man unterscheidet grundsätzlich in Brandalarme und Technische Hilfeleistungen (z.B. Verkehrsunfall, Unwetterschäden, Türöffnungen, Unterstützung Rettungsdienst usw.) die in bestimmte Kategorien eingeteilt sind. Dem Alarmstichwort "Wohnhausbrand mit Menschenrettung" ist z.B. die Alarmstufe "Brand 5" hinterlegt, auslaufende Betriebsstoffe nach Unfällen oder Sturmschäden "TH klein". Weiterhin wird in Tages- und Nachtalarme unterschieden. Tagesalarm wird im Lbz. Weiskirchen/Konfeld grundsätzlich werktags zwischen 06:00 Uhr und 18:00 Uhr ausgelöst. Nachtalarm zwischen 18:00 Uhr und 06:00 Uhr werktags und am Wochenende. So werden im Tagesalarm zusätzlich weitere Löschbezirke alarmiert, um auch dann auf genügend Einsatzkräfte zurückgreifen zu können.